Attraktives Wohngebiet dank Glasfaseranschluss und Photovoltaik
Paul-Philipp Braun/TWS
„Hinzu kommt“, erläutert Tim Hirth, „dass wir die insgesamt 8000 Quadratmeter Kollektorfeld so unter die Erde brachten, dass die Ackerfläche auch weiterhin ohne Einschränkungen für die Landwirtschaft genutzt werden kann.“ Der nachhaltige Ansatz manifestiert sich daher auch in diesem Bereich. Ebenso, wie der umfassende Gedanke, den die TEAG mit dem Wohngebiet „Lehmkuhle“ verfolgt. Denn nicht nur die TWS ist an dem Quartier beteiligt, auch die Thüringer Netkom hat ihren Anteil. Die vollständige Erschließung der „Lehmkuhle“ mit Glasfaser bietet einen weiteren attraktiven Aspekt für ein Wohnen in Werther. Die mühelose Fernüberwachung des Netzes kommt gleich mit dazu. Dank Unterstützung der TEAG Solar können die Häuslebauer überdies auch – wenn sie mögen – einen Teil ihres Stroms durch eigene Photovoltaikanlagen erzeugen.
Mit dieser TEAG-Quartierslösung ist auch Claus Müller zufrieden. Als Vorstandsmitglied der Energiegenossenschaft Helmetal hat er zusammen mit der Thüringer Energie AG die Idee vom Wohngebiet entwickelt. Das Land für die bis zu 33 Einfamilienhäuser gehört der Genossenschaft und die Möglichkeit auf öffentliche Förderung bestand durch das gemeinsame Wirken von Energiegenossenschaft und TEAG auch. So war es beispielsweise das Green-Invest-Programm der Thüringer Aufbaubank, das rund die Hälfte der Investitionskosten für das Wärmenetz trug. Immerhin 137.000 Euro wurden so gefördert. „Es geht und um die Menschen hier und um das nachhaltige Prinzip“, erklärt Claus Müller, der die Technik der Zukunft, die an der „Lehmkuhle“ verbaut wurde, durchaus zu schätzen weiß. „Wir alle wissen, dass fossile Energieträger nicht endlos sind und dass der Krieg in der Ukraine die Energiekrise noch einmal verschärft hat“, betont Müller und Rico Bolduan fügt einen wichtigen Aspekt des kalten Nahwärmenetzes hinzu: „Was im Winter zum Heizen dient, das kann im Sommer auch zum Kühlen genutzt werden. In Zeiten von steigenden Durchschnittstemperaturen ist das schon interessant.“